Es vergeht keine Woche, in der nicht zumindest einmal das Gesundheitswesen oder die gesetzliche Krankenversicherung in die Schlagzeilen gerät. Vor allem die finanzielle Belastung für die Versicherten wird regelmäßig thematisiert, aktuell durch die Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen. Wer im Bereich der Krankenversicherung sparen möchte, muss einen Versicherungsvergleich machen.
Bei der gesetzlichen Krankenversicherung ist ein solcher Vergleich recht umfangreich, da die Beiträge bei der GKV überall gleich sind. Unterschiede gibt es also nur noch in den Leistungen, die genau unter die Lupe genommen werden sollten. Die Unterschiede bewegen sich bei den monatlichen Beiträgen zwar im Zehntelprozent-Bereich, doch sparen lässt sich bei einem Wechsel allemal. Nicht vernachlässigt werden sollte der Service, den die gesetzliche Krankenkasse bietet. Auch hier gibt es gravierende Unterschiede.
Verdient man genug – mindestens 49.950 Euro (für 2010), die sogenannte Jahresarbeitsentgeltgrenze brutto im Jahr – oder ist Beamter, Selbständig oder Freiberufler, kann man der gesetzlichen Krankenkasse auch ganz den Rücken kehren und Mitglied einer Privaten Krankenversicherung werden. Bei Angestellten muss die Jahresarbeitsentgeltgrenze drei Jahre in Folge überschritten werden, damit ein Wechsel in die PKV möglich ist.
Hier werden die Beiträge marktwirtschaftlich berechnet und orientieren sich ganz am Versicherungsnehmer und seinen Wünschen. Die private Krankenversicherung zu vergleichen, ist etwas komplizierter und aufwändiger als bei der gesetzlichen Versicherung, die jedem Mitglied die gleichen Leistungen gewährt. Privat Versicherte können sich neben dem Grundpaket für eine Reihe von Zusatzleistungen entscheiden, die dann auch entsprechend bezahlt werden müssen. Das fängt bei der freien Wahl des Krankenhauses an, geht über den Zahnersatz bis hin zur Unterbringung im Einzelzimmer mit Chefarztbehandlung.
Alle Leistungen, die zusätzlich im Vertrag aufgenommen werden, fließen in den monatlichen Beitrag ein. Die private Krankenversicherung zu vergleichen heißt dann, diese Leistungen im Krankenversicherungsvergleich berücksichtigen. Hat man Familie muss zudem für jedes Familienmitglied ein solcher Vergleich angestrengt werden, da es im Bereich der privaten Krankenversicherung im Gegensatz zu den gesetzlichen Versicherern keine Familienversicherung gibt.

